27.04.2012 13:11 Alter: 3 yrs

Gigantische Fräse statt schicker Stadtvilla

Kategorie: Wirtschaftsfrühstück, Aktuell

Die Schlüsselregion e.V. hat zur Heiligenhauser Gießerei Breuckmann eingeladen. Rund 70 Mitglieder ließen sich die Produktion zeigen.

 

Ob Gießereitechnik, Formen- und Werkzeugbau, Bearbeitungstechnik (CNC) oder Frästechnik – die Wertschöpfungskette der Heiligenhauser Gießerei Breuckmann ist lückenlos. „Wir suchen optimale und schnelle Lösungen für unsere Kunden“, erklärt Geschäftsführer Volker Breuckmann den rund 70 Interessierten, die zum Wirtschaftsfrühstück in seine Firma gekommen waren. Die Schlüsselregion e.V. hatte zu der Veranstaltung eingeladen.

Volker Breuckmann (r.) bei der Betriebsführung

Mit Hilfe von Fließsimulationen kann jedes gegossene Teil vorab berechnet und auf seine Qualität überprüft  werden. Konstruktionen in 3D sorgen für eine möglichst fehlerfreie Fertigung. Ist eine Gießform defekt, können die Beschäftigten des Formen- und Werkzeugbau schnell reparieren. Die Gießerei Breuckmann arbeitet je nach Auftrag mit Messing, Kupfer und Siliziumtombak. „Siliziumtombak ist ein zähes Material mit enorm hoher Festigkeit“, sagt Volker Breuckmann und zeigt während der Betriebsführung auf ein aus Siliziumtombak gegossenes etwa zehn Zentimeter großes Fensterbauteil: „An diesem Teil können Sie einen VW Lupo aufhängen, ohne dass es sich verformt.“

In der Halle an der Otto-Hahn-Straße steht die gesamte Frästechnik des Heiligenhauser Unternehmens. Besonders springt eine große Fräsmaschine ins Auge. „Hier werden bis zu 3 Tonnen schwere Formen bearbeitet“, erklärt der Geschäftsführer den Gästen. Trotz ihrer Größe kann die Fräse auch die kleinsten Ecken und Kanten hochpräzise gestalten. Breuckmann: „Die Maschine kostet etwa so viel wie eine schöne Stadtvilla.“

Zunächst war die Gießerei ein Ein-Mann-Betrieb. „Mein Vater Hans Breuckmann hat die Firma 1966 gegründet“, so Volker Breuckmann. Damals wurden Kokillengussteile aus Messing und Siliziumtombak am selbst gebauten Schmelzofen gefertigt. 1985 stieg der Sohn ins Unternehmen mit ein. Inzwischen sind 70 Leute in den Hallen und Büros an der Diesel- und Otto-Hahn-Straße beschäftigt. Breuckmann beliefert vor allem Kunden aus der Schloss- und Beschlagindustrie, dem Maschinenbau und der Elektro- und Automobilindustrie. Der Erfolg spricht für sich. Und am Erfolg wird weiter gearbeitet. „Wir haben eine neue Abteilung für Forschung und Entwicklung eingerichtet und arbeiten eng mit Forschungseinrichtungen zusammen“, sagt Breuckmann.



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