05.08.2010 09:30

Campus trifft WSS: Ein Schloss, das Amokläufer aussperrt



WSS öffnet Werkstore für Ingenieurnachwuchs der Schlüsselregion

Das Schloss funktioniert wie jedes andere. Schlüssel rein, umdrehen - schon ist die Tür abgeschlossen. Und doch handelt es sich um ein ganz spezielles Schließsystem der Firma Wilh. Schlechtendahl und Söhne (WSS). Von innen kann die Türe nämlich jederzeit geöffnet werden, von außen aber bleibt sie verschlossen. Amokläufer, die während des Unterrichts eine Schule stürmen wollen, stehen vor verriegelter Tür.

 

"Genial", murmelt einer der zahlreich erschienenen Studenten vom Campus Velbert/Heiligenhaus, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Campus trifft Wirtschaft" hinter die Werkstore der Firma WSS schauen durften. Schließlich haben die Ingenieurnachwuchskräfte vor noch gar nicht so langer Zeit selbst die Schulbank gedrückt, und der Amoklauf von Winnenden ist jedem präsent.

"Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir Schüler vor Amokläufern schützen können", sagt WSS-Geschäftsführer Robin Fasel. "Wir wollten ein Schloss entwickeln, durch das keiner rein, aber jeder raus kommt." Außerdem sollte es eine Technik sein, mit der ein einfaches Türschloss problemlos umgerüstet werden kann. Und: Das neue Schließsystem durfte nicht viel kosten, musste für den Schulbedarf unkompliziert funktionieren, robust sein und über einen Manipulationsschutz verfügen.


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